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Die letzten Tage sind ja nicht auszuhalten, was aktuelle Nachrichten betrifft! Die Steuerdaten, verkrampfte Diskussionen, Maulkorbpresse usw.

Dass Steuerhinterzieher miese Figuren sind, weil sie sich auf Kosten der sozialen Gemeinschaft bereichern, bedarf wohl keiner Diskussion?! Warum deutsche Bürger massenhaft die Flucht ergreifen, ist hingegen nicht unbedingt unverständlich. Desaster-Politik hinterlässt nunmal Spuren, aber warum hält eigentlich ein ganzes Volk fast kollektiv die Klappe? Und ausgerechnet auch dann noch, wenn ein aufgeregtes Nordrhein-Vandalen-Männchen sich für eine süddeutsche Zeitung aufregt und per Nachtkritik durch eine Kollegin, subtiler gehts nicht mehr, auch noch behauptet, die Stimme des Schweizer Kollegen hätte sich überschlagen.

Es reicht! Als deutsche Staatsbürgerin – wofür ich nichts kann, es ist mir einfach zugestoßen, sage ich doch mal ganz klipp und klar, daß ich mit Politik und gesellschaftlicher Entwicklung in diesem meinem sog. Heimatland überhaupt nicht einverstanden bin. Es ist eine Frechheit, sich in politische Angelegenheiten von Nachbarstaaten einzumischen, hier gehe ich mit dem Chefredakteur der Weltwoche sehr überein! Und auch darin, daß die Rechtsstaatlichkeit in Deutschland mal wieder höchst gefährdet ist. Es riecht irgendwie übel …

Ich schätze die Schweiz und die Schweizer und empfand und empfinde meine Aufenthalte dort als sehr angenehm. Die Lebensqualität ist hoch und kaum vergleichbar mit deutschen Lebenswelten, die sich sozialen Unkulturen ergibt und Freiheiten beschneidet.

Wenn Deutsche sich zuhause fremd fühlen, sollten das die Bewohner Berliner-Pappschachtel-Schlösser nicht auf Einflüsse anderer Kulturen zurückführen, sondern einfach mal bei sich selbst nachschauen.

Ach ja, es wäre mal ganz nett, wenn die Fusswege rund um die Staatsanwaltschaft Berlin’s etwas gestreut würden, die privaten Eigentümer gegenüber sind ihrer Pflicht nachgekommen!  Natürlich gelingt es einem bei bester Gesundheit noch auf dem blanken Eis zu balancieren, alte Leute in Berlin haben jedoch seit Wochen selbstauferlegtes Ausgangsverbot, sie wollen sich nämlich die Knochen nicht brechen! Aber vorallem vor öffentlichen Gebäuden laufen sie Gefahr Opfer des Winters zu werden.

Natürlich werden Sie, sehr geehrter Herr Regierender geschniegelt und gestylt die Berlinale eröffnen, vergessen Sie nicht, vorab das Fön-Kommando an den Standort zu schicken. Ihr Profil könnte nicht ausreichen oder Schaden nehmen, ich meine natürlich die ’Bereifung’ ihrer Sohlen.  

Deutschland reduziert sich gerade auf einen Rest – ähnlich wie das Überbleibsel eines Fahrrades, welches ich am Hauptstadt-Hauptbahnhof entdeckte, und selbst diesen Rest will es noch ketten und knebeln … siehe Foto!

Nein! Ich bin nicht einverstanden mit Eurer Politik, Ihr seid nachkriegsgeschädigt und zieht keine Option für die Zukunft! DAS ist fatal!

 

 

So trifft man sich wieder! ;-) Tilda Swinton vor dem Eingang zum ‘Museum für Film und Fernsehen’ in Berlin. Sah ich doch gerade vor ein paar Monaten ihren Film ‘Orlando’ zur Eröffnung der Viennale und sie selbst in Diskussion auf der Bühne …

Wenn Traum und Wirklichkeit einen viele Film-Minuten scheinbar durcheinanderbringen, man aber letztendlich eine positive Essenz für reales (Er)Leben entdeckt, dann ist etwas gelungen!

My Compliments for Tilda Swinton :-)

 

 

Eine faszinierende Ausstellung findet gerade im Museum für Film und Fernsehen, im Sony-Center am Potsdamer Platz statt. ‘Romy Schneider. Wien-Berlin-Paris’. Eine hochbegabte Schauspielerin, die zeitlebens den Mythos der Sissi-Filme nicht entgehen konnte und vorallem in Deutschland von der Boulevard-Presse maltretiert wurde. Es wird aufgezeigt, wie ein ‘Dreigroschenroman-Publikum’ ein Lebenswerk zerstören kann – nur weil es einer Person nicht gestattete, sie selbst zu sein, oder eine schauspielerische Entwicklung nicht wahrnehmen wollte. ‘Man’ wollte es hierzulande nicht anders, ‘man’ fühlte sich beklaut und verraten ob der Illusionen, die sich mit diesem Schicksal verbunden hatten. Nachkriegsdeutschland …

Die ‘Sissi-Filme’ so kurz nach dem Krieg brachten ‘Glanz und Gloria’ in den harten, grauen Alltag und es gab eine kollektive Mehrheit, die Wirklichkeit und Traum nicht mehr auseinanderhalten konnte. Schon der Verlust im Film, daß die bayrische Prinzessin nach Österreich exportiert wurde, wurde als Schmach empfunden. Als dann die Schauspielerin, die lediglich eine Rolle verkörperte, auch noch nach Frankreich auswanderte, war sie zum 2. Mal für Deutschland verloren. Und bis heute haben es viele Menschen der Verdrängungs-Generationen nicht verstanden und wollen es nicht verstehen.

Ich bin voller Unverständnis für dieses Zeugnis an Kitsch und Verdrängung und stelle für mich fest, daß es ein Glück war, daß diese großartige Schauspielerin damals nach Frankreich auswanderte. Sie hat dort Filme gedreht, die eine Bereicherung der Kunstlandschaft darstellen. Sie hat uns allen viel hinterlassen. Danke Romy Schneider!

Und während ich die Ausstellung besuchte, wurde vor den Türen des Museums der rote Teppich ausgerollt und die ‘Fotobox’ für die Stars installiert, die zur Premiere eines Films erwartet wurden (siehe Foto). Und wer einmal über einen solchen Teppich gegangen ist, durch eine solche Box spaziert ist – auch ganz ohne berühmt zu sein – weiß wie ätzend das eigentlich ist. Andererseits lebt der Schauspieler auch von seinem Publikum, nicht nur monitär sondern auch was seine Motivation betrifft. Schlimm ist es allerdings, wenn er darüber zu früh stirbt …

Die 60igste Berlinale steht vor der Tür, die Filmmenschen bevölkern jetzt schon die Stadt, die Akkus für die Blitzlichter werden geladen – hoffentlich nur für die Fotos, mit denen die Stars auch einverstanden sind … leider gibt es auch viele Side-Effect-People, die sich gerne im Blitzlichtgewitter sonnen … aber genau hier haben professionelle Fotografen eine Chance, sie können bestimmen, ‘was’ sie fotografieren

 

Fusswege

 

 

Great! Hier weiß man wo man hintritt! Ansonsten  ist man hier in Berlin planlos auf Eis unterwegs und dankbar, wenn man ohne Knochenbruch zuhause ankommt!

 

 

steht eine große Schüssel Gold, so heißt es im Märchen … steht diese Schüssel wirklich in der Schweiz?

Eröffnung der Transmediale

 

 

… Entbürokratisierung, Steuerentlastung, Bildungs-Innovation, Gesundheitsreform, … etc.

 

 

Endlich! Endlich war heute die Sonne da! :-) Nix wie raus und weg. Wir machten uns auf den Weg in den Spreewald, denn das Eis sollte halten.

Leider fiel unsere Anfahrt etwas komplizierter aus, als gedacht. Genau an dem Autobahn-Dreieck, an dem wir irgenwo hinfahren sollten, fiel der Navi von der Scheibe. Im nächsten Moment fegte im Tiefflug einer auf der linken Spur an mir vorbei und schleuderte mir Unmengen Spritzwasser auf die Scheibe. Und im darauffolgenden Moment stellten wir fest, daß die Scheibenwaschanlage eingefroren war. X Kilometer im Blindflug und es kam und kam keine Tankstelle, keine Raststätte, kein Parkplatz! Hilfeee …

Aber irgendwann, als ich schon fast mit den Augen vor dem Lenkrad klebte, kam endlich eine Raststätte. Wir stürzten aus dem Auto, um den Inhalt unter der Motorhaube zu inspizieren. Ich fluchte über mein ‘mediterranes’ Auto und fing schon fast an, ein Loblied über nordische Autohersteller zu singen, da stoppte genau ein solches neben uns. Es sprangen zwei genauso hektisch aus dem Auto, wie wir ein paar Minuten zuvor, nur waren sie besser ausgerüstet. 5 Liter Scheibenwischfrostschutzmittel, einen Abzieher usw.  Und als ich die Blicke so schweifen lies, entdeckte ich das Szenario mehrfach. Es scheint hier so üblich zu sein, daß man seine ganze Winterausrüstung dabei hat, naja so weit weg von Sibirien sind wir ja nicht mehr …

Mit warmem Wasser aus der Raststätten-Kaffeemaschine, den Sonnenstrahlen die auf die verstopfte Leitung schienen und viel Kneten des kleinen Schläuchleins gelang es uns dann endlich, das Dings wieder in Gang zu kriegen. Die ‘Nachbarn’ mit dem nordischen Auto fuhren ohne Erfolg weiter … aber gut, die hatten ja alles dabei. Wir freuten uns so über die wieder erhaltene Funktion, daß ich sie oft bediente und schon war das Wasser wieder leer … die nächste Tankstelle, und jetzt kam tatsächlich eine, war also unsere. Wasser, Kühlmittel und wieder dreckige Hände …

Aber! Wir schafften es noch nach Lübbenau bevor die Sonne unterging! ;-) :-) Und es war wunderschön dort. Wir liefen die Runde, die ich im letzten Sommer schon mit Freundin im Kahn gefahren war und natürlich ergatterte ich letztendlich auch wieder die superleckeren Spreegurken :-) und ein paar grandiose ’sorbische Eier’. Die Kunsthandwerkerin selbst sitzt in ihrem wunderschönen Laden und fabriziert diese Eier selbst und erklärt einem nach (!) dem Aussuchen der Eier, welche Bedeutung man gewählt hat. Ich hatte mich für ‘Kraft und Stärke’ und ‘Gesundheit  und Familie’ entschieden – von ‘Ruhm und Geld’ war nicht die Rede … so ist’s halt …! Interessant!

Auf dem Rückweg beschloss dann die Scheibenwischanlage nicht mehr einzufrieren und wir waren ruckzuck wieder zuhause. Beim nächsten Autokauf darf mir der Verkäufer eine Wärmanlage für meine sensiblen Wischwasserschläuchen empfehlen, ansonsten kann er sein Auto behalten! ;-)

Auffällig …

 

 

… wie viele Menschen in Hast daran vorübereilen. Gesehen und fotografiert am Jakob-Kaiser-Haus im Regierungsviertel Berlin.

Schneemänner

 

 

Hier meine eigene Schneemann Demo – ganz ohne politischen oder lobbyistischen Hintergrund. Die Fellmützen stammen von meiner Schwiegermutter ‘Gott hab sie seelig’ … für alle Fälle, falls ich jetzt die Tierschützer auf den Plan rufe ;-)

Schneemann Demo

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