Malerei im Havelland
Januar 14th, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar
Es gibt Tage, da kann ich Berlin einfach nicht mehr sehen, schön wenn dann ausgerechnet die Sonne scheint und der Stadtflucht nichts im Wege steht. Seitdem die Freunde den Norden verlassen haben, und zum Bodensee zurückgekehrt sind, überfällt mich zudem auch noch das Heimweh in den Süden.
Wie schön, wenn man in Ferch am Schwielowsee ankommt und schon von der Strasse aus, weit über den See blicken kann. Ein Himmel wie gemalt und die Sonne beleuchtet jedes Detail schon fast extravagant. Um uns von der Stadtluft zu lüften, wanderten wir erstmal den Uferweg entlang und entdeckten dabei blühende Primeln und Ringelblumen. Ja Hallo? Wir haben Mitte Januar!!
Mein heilender Fuss konnte unebenes Gelände entdecken und wir entdeckten die Häuser der Landschaftsmaler, die sich Ende des 19 Jahrhunderts dort niederließen, um zu malen. Karl Hagemeister, Carl Schuch, Theo von Brockhusen, Hans von Stegmann und Stein, Theodor Schinkel, Gerhard Gisevius, Carl Kayser-Eichberg, Arthur Borghard und andere lebten hier zwischen Hügeln und See, an dieser idyllischen Bucht. Es gab sogar einen kleinen Skandal damals, ein Maler hatte Bilder von van Gogh kopiert, konnte aber nie überführt werden. Die Berliner Kunstszene war außer sich.
Im Ort Ferch, begeistert uns ein kleines aber feines Museum, in einem liebevoll renovierten Kossätenhaus und die Fischerkirche ist ein echtes Kleinod. Das alles hat mal wieder sehr gut getan. Ich habe meinen Berliner Pinseln davon erzählt und sie wollten sofort die Koffer packen …
