Das „Berliner Zimmer“

16. August 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Das „Berliner Zimmer“ ist ein architektonisches Ereignis der Industrialisierung und wurde, im Zeitalter des Biedermeier und der Gründerzeit, durch den Architekten Eduard Knoblauch im Rahmen typischer Berliner Wohn- bzw. Mietshäuser entwickelt.

Oftmals ist es nur ein reines Durchgangszimmer und verfügt vorallem in den unteren Stockwerken über wenig Licht, weil das „Berliner Zimmer“ nur ein einziges Fenster zum Hof hat. Aber es kann auch eine angenehme Größe und Belichtung haben und somit als Raum der Zusammenkunft dienen, ganz ideal als Eßzimmer – so ist es heute in vielen sanierten Gebäuden.

Eine „Literaturgemeinde“ verlegte sogar einen virtuellen Salon in das „Berliner Zimmer“. Bleibt aus, herauszufinden ob es in der Historie so genutzt wurde? Liest man Theodor Fontane, war es eher nicht so.

Für mich bedeutet das „Berliner Zimmer“ die Trennung von Eckbank und Wohnküche meiner bisherigen Lebenssituation – einem Ort, an dem viele interessante Gespräche mit Freunden und Familie stattfanden, einem Ort an dem Lebensentscheidungen getroffen wurden. Ein Ort, um den Freunde und Bekannte scheinbar mehr trauern, als wir, die ihn verlassen haben …

Auf  jedes Ende folgt ein Anfang, bin gespannt wie sich die „Neuzeit“ entwickelt?

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