Berlin

16. September 2009 § Hinterlasse einen Kommentar

Berlin

Seit zwei Monaten lebe ich nun hier, der Urlaub ist vorbei! Oft werde ich gefragt, wie es mir – ausgerechnet mir, die ich nie eine Freundin dieser Stadt war – geht?

Berlin ist schreiend, grell und heftig, dabei anstrengend und fordernd, hektisch und bürokratisch, langweilig, dreckig, geordnet gepflegt, bürgerlich nostalgisch und aggressiv ostalgisch. 

Ich habe momentan kein Atelier und teste gerade Mal- und Lösungsmittel, die geruchsarm und trotzdem nicht gesundheitsschädigend sind. Das Wetter macht es möglich. Auch muss ich mich für eine Weile auf kleinere Formate umstellen. Tja …. und so sieht dann ein erster Magerauftrag in Skizze aus. Bunt und grell im Schutt! Irgendwie hatte Otto Dix das Thema schon mal am Wickel bei seinem Großstadt-Tryptichon.

Vielleicht war ich zu oft in Clärchens Ballhaus, dessen Logo er entwickelt hat und wo er mit Heinrich Zille desöfteren am Tresen saß? Aber ausgerechnet dorthin gehe ich wirklich sehr gerne!

Tristesse lässt sich eben gerne auf einen Flirt mit Glanz, Glamour, Kitsch und Farbe ein – genauso wie andersherum. Und hier und dort entdecke selbst ich das Enstehen einer Kultur mit Qualität, die sich nicht vermuten lässt und auf Anhieb nicht feststellbar ist, egal ob protestantisch motiviert oder durch gezieltes Understatement initiiert.  Aber es gibt sie … das lässt hoffen und  aus dieser Warte sehe ich der Entwicklung hier mit Spannung entgegen.

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