On Tour in Berlin

2. November 2009 § 2 Kommentare

Heute war mein Tag der Termine in Berlin, schließlich muß ich morgen Koffer packen für einen weiteren Kurzurlaub. Ca. 10 Km in Richtung Süden (Mariendorf), dann ca. 12 Km in Richtung Nordosten (Pankow), von dort aus 8 Km in Richtung Nordwesten (Reinickendorf) und noch kurz zur Post und in die Markthalle in Moabit. Das alles bei ständigem Regen, dazu im Auto (war unvermeidbar).

Ich weiß nicht, wie oft ich heute die ehemalige Grenze, den Mauerverlauf, regelrecht ‚überfahren‘ habe … jedenfalls mehrfach, ohne es im jeweiligen Moment überhaupt zu merken. Ist das nicht wunderbar? 🙂

So unterschiedlich wir sind, egal ob Ossi oder Wessi, der Mauerfall war und ist bis heute ein geniales Ereignis – ich möchte manchmal mehr, manchmal weniger davon im aktuellen Alltag verspüren, trotzdem kommt man an dem Ereignis nicht vorbei, will man auch nicht!

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§ 2 Antworten auf On Tour in Berlin

  • marie418 sagt:

    Stell dir mal vor, wie das gewesen ist, als man überall an diese eklige Mauer gestossen ist.

    Auch wenn unsere Gesellschaft in so einen ekligen neoliberalen Wahn gefallen ist, die Mauer, die es nicht mehr gibt ist das Zeichen, dass nichts ewig währt, auch und vor allem die irrigen Politiker nicht.

    • ankeberlin sagt:

      Ich lebe ja nun erst seit kurzer Zeit hier und nicht weit weg vom ehemaligen Mauerverlauf. Tagtäglich fahre ich per Rad oder Auto über diese Linie, die kaum mehr erkennbar ist und trotzdem merklich spürbar. Ich habe mich bei früheren Berlin-Aufenthalten immer aufgeregt darüber, daß die Mauer ständig Thema ist, heute muß ich mich ein bißchen zurückhalten, denn durch die ständige Konfrontation im Alltag wird man selbst anders …

      Ob nun die sog. Neoliberalen hier eine fatale Rolle spielen, frage ich mich ernsthaft. Ganz offensichtlich kommen wir West-Menschen mit dem heimeligen Mutti-Staat nicht so ganz zurecht – es ist als wenn man sich in unterschiedlichem Vokabular etwas Wichtiges erzählen möchte, aber nicht die Worte findet um das auszudrücken, was man ausdrücken möchte.

      Würde ich Dir mit meinem fragmentarischen Französisch meine Empfindungen was Berlin betrifft erzählen, Du wärst entsetzt – und so ist es zwischen Ost und West, nur daß wir hier alle Deutsch sprechen und uns trotzdem nicht wirklich verstehen.

      Es wird lange dauern, bis das überwunden wird. Aber trotzdem ist es ein wunderbares Ereignis gewesen, daß soviele Menschen Freiheit erlangen konnten.

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