Bahncard mit eingebauter Fehlkommunikation

28. November 2009 § Ein Kommentar

Angestiftet durch Oachkatz und ihr Erlebnis mit der Deutschen Post muß ich doch mal mein Erlebnis mit der Deutschen Bahn aufschreiben. Wer meine Blogs liest, weiß daß ich Anfang des Monats an der schönen Nordsee war und weil ich kein Fan mehr stundenlanger Autobahn-Fahrten bin, entschloß ich mich aufgrund dieser Reise zum Erwerb einer Bahncard.

Wenn man, wie ich seit Neuzeit, um die Ecke zum Hauptbahnhof in Berlin wohnt, denkt man automatisch: Das Einfachste ist der Kauf am Schalter, da sitzen Leute die ihr Handwerk verstehen, lassen einem die günstigen Verbindungen raus und erledigen nebenbei den ätzenden Papierkram, bei dem man im Internet wahrscheinlich dreissig Mal aus der Maske fliegt. Gesagt getan! Ich bekam die vorläufige Bahncard, meine Fahrkarten und verreiste fröhlich und zufrieden, bis auf den nervenden Provinz-Bahnhof Niebüll, war eigentlich alles so ganz Okay.

Wieder zuhause, erreichte mich ein Brief der Deutschen Bahn, ich möge mich doch bitte melden unter Tel-Nr. Blabla, es würden noch Angaben zur Ausstellung meiner Bahncard fehlen. Die Tel-Nr. Blabla stellte sich als nervensägendes Nummerndrücksystem mit musikalischer Untermalung heraus, funktionierte aber gar nicht. Noch gut gelaunt, weil frisch erholt, angelte ich mir also irgendeine Tel-Nummer der DB aus dem Internet und ließ mich verbinden. An irgendeiner unwichtigen Stelle fehlte ein Kreuzchen. Wir erledigten das telefonisch, ich fragte extra nochmal nach, ob jetzt alles in Ordnung wäre, dies wurde mir bestätigt.

Am nächsten Tag hatte ich schon wieder so einen Brief im Kasten, sogar mit einem Geschenk: 250 Bonus-Punkte! Ich meldete mich an, versuchte mit einzuloggen … versuchte es ein paar Tage später nochmal! Nix! Die kennen mich nicht und wollen mich auch nicht kennen. Ich schrieb ein Email …

… und jetzt habe ich schon den xten Kundenberater am Bein, der mir empfiehlt soundso vorzugehen. Ich habe schon die Lupe herausgeholt und mein Geburtsdatum zum xten-Mal überprüft, es ändert sich nix! So langsam mutiere ich zum Erstklässler im Internet oder zur abgestempelten Seniorin, die sich ständig  vertippt!

Ich hab‘ mich jetzt schon lange genug mit diesem Affentheater aufgehalten, ich will ja schließlich nichts von denen, sondern die von mir, die Angabe meiner Kontaktmodalitäten ignorieren sie einfach. Das Beste wird ein Einschreiben sein. Auf blödsinnige Emails der Abteilung ‚Kundenbindung‘ kann ich wirklich verzichten …

Ich melde mich, wenn sie mich auf irgendeinem Provinzbahnhof vor die Zugtür gesetzt haben … hoffentlich funktioniert der Hotspot  😉

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§ Eine Antwort auf Bahncard mit eingebauter Fehlkommunikation

  • marie418 sagt:

    Ach ja, ich könnte Romane schreiben über die deutsche Bundesbahn und die SNCF …. besser man nimmts mit Humor, was solls …. das war immer so und wird immer so bleiben.

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