Spreewald im Winter

31. Januar 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

 

Endlich! Endlich war heute die Sonne da! 🙂 Nix wie raus und weg. Wir machten uns auf den Weg in den Spreewald, denn das Eis sollte halten.

Leider fiel unsere Anfahrt etwas komplizierter aus, als gedacht. Genau an dem Autobahn-Dreieck, an dem wir irgenwo hinfahren sollten, fiel der Navi von der Scheibe. Im nächsten Moment fegte im Tiefflug einer auf der linken Spur an mir vorbei und schleuderte mir Unmengen Spritzwasser auf die Scheibe. Und im darauffolgenden Moment stellten wir fest, daß die Scheibenwaschanlage eingefroren war. X Kilometer im Blindflug und es kam und kam keine Tankstelle, keine Raststätte, kein Parkplatz! Hilfeee …

Aber irgendwann, als ich schon fast mit den Augen vor dem Lenkrad klebte, kam endlich eine Raststätte. Wir stürzten aus dem Auto, um den Inhalt unter der Motorhaube zu inspizieren. Ich fluchte über mein ‚mediterranes‘ Auto und fing schon fast an, ein Loblied über nordische Autohersteller zu singen, da stoppte genau ein solches neben uns. Es sprangen zwei genauso hektisch aus dem Auto, wie wir ein paar Minuten zuvor, nur waren sie besser ausgerüstet. 5 Liter Scheibenwischfrostschutzmittel, einen Abzieher usw.  Und als ich die Blicke so schweifen lies, entdeckte ich das Szenario mehrfach. Es scheint hier so üblich zu sein, daß man seine ganze Winterausrüstung dabei hat, naja so weit weg von Sibirien sind wir ja nicht mehr …

Mit warmem Wasser aus der Raststätten-Kaffeemaschine, den Sonnenstrahlen die auf die verstopfte Leitung schienen und viel Kneten des kleinen Schläuchleins gelang es uns dann endlich, das Dings wieder in Gang zu kriegen. Die ‚Nachbarn‘ mit dem nordischen Auto fuhren ohne Erfolg weiter … aber gut, die hatten ja alles dabei. Wir freuten uns so über die wieder erhaltene Funktion, daß ich sie oft bediente und schon war das Wasser wieder leer … die nächste Tankstelle, und jetzt kam tatsächlich eine, war also unsere. Wasser, Kühlmittel und wieder dreckige Hände …

Aber! Wir schafften es noch nach Lübbenau bevor die Sonne unterging! 😉 🙂 Und es war wunderschön dort. Wir liefen die Runde, die ich im letzten Sommer schon mit Freundin im Kahn gefahren war und natürlich ergatterte ich letztendlich auch wieder die superleckeren Spreegurken 🙂 und ein paar grandiose ’sorbische Eier‘. Die Kunsthandwerkerin selbst sitzt in ihrem wunderschönen Laden und fabriziert diese Eier selbst und erklärt einem nach (!) dem Aussuchen der Eier, welche Bedeutung man gewählt hat. Ich hatte mich für ‚Kraft und Stärke‘ und ‚Gesundheit  und Familie‘ entschieden – von ‚Ruhm und Geld‘ war nicht die Rede … so ist’s halt …! Interessant!

Auf dem Rückweg beschloss dann die Scheibenwischanlage nicht mehr einzufrieren und wir waren ruckzuck wieder zuhause. Beim nächsten Autokauf darf mir der Verkäufer eine Wärmanlage für meine sensiblen Wischwasserschläuchen empfehlen, ansonsten kann er sein Auto behalten! 😉

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