Formular frisst Seele auf

23. Februar 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Krankenhaus Aufnahme: Glücklich ist ‚DER‘ Mensch, der es sich leisten kann, mit einem Hofstaat in ein Krankenhaus einzuziehen. Man braucht: mindestens einen Juristen, einen Bibliothekar inklusive Gesetzes – Bibliothek und falls man eine Augen-Op vor sich hat, vielleicht nur noch einen Pfarrer … ?

Wir unterschreiben blindlings einen halben Ordner an Formularen, in körperlicher Not, sonst müßten wir ja nicht in ein Krankenhaus, sondern würden die nächste Wellness-Bude aufsuchen. Um überhaupt Patient sein zu dürfen, müssen wir GÖA und AO und ich weiß nicht nochwas kennen. Und klar wissen wir, daß sich Untersuchungen um den Faktor Vielfach erhöhen können, ohne daß unsere Krankenkasse damit überhaupt einverstanden ist.

Krankenkassen sind halt einfach eh nur dann glücklich, wenn sie Beiträge einziehen können. Ärzte sind glücklich wenn ihre Arbeit honoriert wird, Pharma’s sind glücklich wenn sie ihr Zeug verkaufen können und Patienten   w ä r e n   glücklich, wenn alle vorgenannten zum Wohle ihrer Gesundheit arbeiten würden.

Aber der Patient scheint ganz offensichtlich der letzte in der Kette der ‚Verdiener‘ zu sein? Auch der Unwichtigste? – und wieso gibt es diesen lästigen Faktor eigentlich?  Letztendlich stört er doch die ganze Medi-Industrie. Ohne lästige Patienten mit all‘ ihren individuellen Problemen, wäre der ganze Medi-Club doch viel ungestresster …

Eine der bestbezahltesten Rentnerinnen der Republik, die ehemalige Gesundheitsministerin der vorhergehenden Legislaturperiode hat wirklich einen guten Job gemacht, für sich selbst! Ihr falsches Gebiss, welches sie noch im Null-Faktor ohne Zuzahlung bekam, bezahlt die heutige Jugend, die vor Zahnpflege keine Scheu hatte und ein gesundes Gebiss hat!

Die Einführung von Fallpauschalen ist ein Zeugnis unintelligenter Politik, aber auch ein Zeugnis  selbstbereichernder Verfressenheit über die devotes Volk offensichtlich keinen Leidensdruck erfährt?!

Es bleibt Freude, Glücksmoment  und Zuversicht, daß man ein Formular irgendwie so ausgefüllt hat, daß man im ersten, dann auch im zweiten und letztendlich im dritten Moment zufrieden sein kann, wenn die Krankenkasse, egal ob privat oder gesetzlich nicht herummotzt …

Nachbarschaftshilfe heißt heute Selbsthilfe und funktioniert gut, wozu brauchen wir ministeriale Ideen aus Berlin?

Das politische Berlin braucht eigentlich keiner in der Republik, außer es sich selbst. Oder hab‘ ich jetzt gerade etwas vergessen oder nicht bedacht?

Könnten wir mal bitte irgendwann zu ’nomaldeutschen‘ Verhältnissen zurückkehren, wie wir Westdeutsche es gewohnt sind?

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