Saddle light

31. Mai 2010 § 7 Kommentare

Berlin hatte es heute schwer! Das große Radrennen in der Stadt (endlich mal ohne hyperaktive Hubschrauberpräsenz *freu*) konnte medial kaum punkten. Das ‚Saddle light‘ von Stefan Raab nahm alle verfügbaren Frequenzen in Anspruch. Mit einwandfreiem Cockney-Denglisch, eckigem Hüftwackeln und gemaltem Schmollmund räumt Kindfrau Lena M-L auf in Deutschland. Und Berlin gehört einfach nur dazu, denn besonders ist heute nur Hannover, die Stadt die dieses ‚Wunder‘ fabriziert hat.

Im Laufe des Tages arrangiert man sich, empfindet norddeutsch solidarisch, denn schließlich sind ‚wir‘ endlich nicht mehr Pabst, sondern Eurovisions-Sieger, egal wie viel Euro dabei war.  So dezent zurückhaltend, fast diskret war der Auftritt empfinden feuchte Männeraugen – ‚herzlich und natürlich‘ empfindet unsere gesamtdeutsche Bundeskanzlerin. Der Bundesfinanzminister kündigt Sparmaßnahmen an und der Fußball-National-Trainer schwächt per Dementi Sorgen ab, ob der bevorstehenden WM in Südafrika.

Eigentlich ist es ganz leicht, die bürgerliche Mitte Deutschlands zufrieden zu stellen, schließlich leistet Herr Raab gute Dienste mit seinen Scheinwerfern und Rücklichtern – ein echter Cowboy, immer zu Diensten …!

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§ 7 Antworten auf Saddle light

  • tonari sagt:

    Übel, nicht wahr? Ich gönne ihr den Erfolg, aber gut singen und vor allem Töne treffen geht anders. Herzerfrischend, ungekünstelt, sympathisch, kokette Lolita, aber wahrlich kein Stimmwunder.

    • ankeberlin sagt:

      Das Mädel ist noch nicht mal 20ig, da kann das mit der Stimme ja noch werden. Bleibt zu hoffen, daß sie nicht als überschminkte Lolita ein Dauerbrenner politischer Machtinteressen wird, und dem Werkzeugkasten organisierter Volksverdummung rechtzeitig entkommen kann.

      • tonari sagt:

        „da kann das mit der Stimme ja noch werden.“
        -> Oh, ich dachte doch tatsächlich, frau sollte eigentlich schon singen können, wenn frau zu einem Songcontest fährt 😉

        • ankeberlin sagt:

          Auch ein Stefan Raab macht diesen Contest nicht wirklich zu einem ernsthaften Event. Seit Joy Flemming gab’s da noch nie was Prickelndes und die hatte auch noch verloren, der Song ist bis heute gut! 🙂

  • Wassily sagt:

    Meine Damen,

    kann es sein, dass Ihr dem Song Contest und Fräulein Lena zuviel Bedeutung beigebt ?
    Es handelt sich – wie beim Fußball – um die Abteilung Brot & Spiele. Thats all.
    Einzig diskutabel finde ich, wie sich Politik und Boulevard der Kleinen ungeniert an den Hals werfen. Aber auch das ist in Zeiten der „Medien-Demokratie“ (eigentlich das Unwort schlechthin…) nicht verwunderlich. Solange nicht Guido Westerwelle den Sieg beim Contest als Beweis liberaler Grundsatzwerte für sich reklamiert, kann mich das Spielchen nur amüsieren.

    • ankeberlin sagt:

      Douze points Mr. Wassily! Das ist Table-Dance für graue Anzüge, die mit feuchten Augen junge Mädchen herzen. Nicht mehr blond und blauäugig, nein dunkelhaarig und schmollmundig ist das neue Schönheitsideal und die kessen Sprüche fehlen so manchem Kronprinzen, der auf’s Pult gehoben werden soll. Das nennt man preussisch zurückhaltend und warum nicht circenses, wenn das panem eh‘ zur Neige geht? Jugend klappt schon mit Tatkraft und Hunger, war alles schon mal da …

      … hätte ich gestern nicht wegen schlechten Wetters das Radio angeschaltet, wär’s auch an mir vorbeigegangen, aber so hat einen das Gegiggel auf allen Kanälen ‚verfolgt‘ bis zum Switch-Off! 😉

    • tonari sagt:

      Nö, ich bewerte das wahrlich nicht über, habe aber meine Meinung zu ihren Stimm“künsten“. Ansonsten sind mir der Grand Prix und die Fußball-WM sowas von schnuppe.
      Brot und Spiele – das trifft es.

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