Präsidentschaftskandidaten

1. Juni 2010 § 6 Kommentare

Das Karussell fängt an sich zu drehen. Politiker aller Parteien versuchen die verdiente Blamage von sich abzuwenden und rudern hilflos in den Tümpeln medialer Talkshows. Das war zu erwarten, denn eines erkennen sie allesamt nicht, daß sie selbst das Problem dieses Staates sind. Berufspolitiker, die sich in Berlin unterirdisch, in verdunkelten Limousinen oder per Hubschrauber fortbewegen, sind unfähig realistische Politik zu betreiben, da helfen ihnen auch nicht diverse Ausflüge in TV-Studios, in denen sie das Licht der Scheinwerfer vor dem Blick auf ’s Volk  ’schützt‘.

Und bitte nicht Frau van der Leyen, abgesehen davon daß sie als Bundespräsidentin ein Affront wäre für alle Frauen und Mütter in diesem Staat, sollte Süddeutschland hier in preussisch geprägten Gefilden, mit Gewicht vertreten sein. Und wenn sie keinen anderen finden, dann meinetwegen auch Herrn Stoiber im Jodl-Outfit. Besser, als schon wieder patriotisches Hannover …

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§ 6 Antworten auf Präsidentschaftskandidaten

  • trotzkist sagt:

    Patriotisches Hannover…das klingt schon arg hilflos konstruiert.
    Mal abgesehen davon, dass Bayern als einziges Land eine ganz eigene Lobby im Bundestag und Bundesrat hat…

    • ankeberlin sagt:

      Lena ML hat doch gerade im ‚kleinen Schwarzen‘ protestantische Enthaltsamkeit in deutsche Herzen gepustet – so dröge präsentiert sich auch das politische Berlin. Die deutschen Südstaaten sollten sich mal ein bisschen mehr einmischen in diesem gesamtdeutschen Zirkus, im Moment finanzieren sie schließlich einen großen Teil dieser schlechten Polit-Show. Und Bayern muß ja nicht immer gleich Strauss oder sonstige Mumien assoziieren, genauso wenig wie BaWü nicht gleich Filbinger heißt!

      • trotzkist sagt:

        Jetzt kommt wieder diese Finanzgeschichte…ohne den heute so gescholtenen Länderfinanzausgleich wäre Bayern nicht mehr als eine Ansammlung von Bauernkäffern.
        Die Bayern mischen sich so schon mehr als genug ein. Die CSU besetzt gleich 3 Ministerien, mehr als jedes andere Bundesland. Das wird scheinbar gern vergessen.

        • ankeberlin sagt:

          Schon Theodor Fontane (1818 – 1898) begegnete immer wieder „…Vorurteilen, Anmaßung, Überheblichkeit, Intoleranz, stupidem Junkerhochmut und protestantischer Enge…“ aus „Der Stechlin“

  • Stefan sagt:

    Zensursulla for President? Da schüttelt sich bei mir schon beim Gedanken alles.

    Ist aber ein weiterer logischer Schritt in die BRM*.

    Eine schwache (und mit bescheidener intellektuellen Ausstattung versehene) Präsidentin wäre ein weiterer Widerpart weniger für eine Phantasie- und Ideenlose nur-machtbewahrende Kanzlerin, die dieses Land in eine Wüste verwandeln wird.

    *BRM= Bundes Republik Merkel

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