Nervtöter oder Vuvuzela?

14. Juni 2010 § 2 Kommentare

Ich gehöre zu den Unaufgeregten, was die Vuvuzelas betrifft! Ich finde es sogar einigermaßen charmant, über diesen Sound merkt man wenigstens daß die WM in Südafrika stattfindet und man kann die oftmals unmöglichen TV-Kommentatoren geflissentlich überhören. 🙂 Ich unterstütze die Forderung der FDP gegen das Verbot!

Die FDP macht momentan keine besonders gute Figur! Das stimmt! Aber schauen wir doch mal bei dieser ganzen ‚Krise‘ auf die Figuren der anderen: machtgeil, egal in welcher politischen Richtung. Regulierung, Regulierung, Regulierung! Dabei schießen sich die Juristen inzwischen selbst ins Knie. Wir, das Volk sind doch nicht per se blöd! Das Machtbestreben der momentanen Oppositionsvertreter ist doch sehr viel nervtötender, als diese Vuvuzelas?

Neuwahlen sind in der Tat kein Sommermärchen, schon deshalb nicht, weil dann mal wieder nicht gearbeitet wird in politischen Reihen, deren Vertreter sich wie selbstverständlich vom Staat alimentieren lassen. Ein Fussballer muß wenigstens noch ein Tor schießen, wenn er seinen Lebensunterhalt verdienen will …

Mich schmerzt mein Ohr, wenn ich den Ruf nach Neuwahlen vernehme. Wo kommen wir denn da hin, wenn jeder sein Gewerk in die Ecke wirft, nur weil mal ein paar Fehler auftreten? Fehler sind natürlich und wollen bearbeitet werden. In diesem Sinne wünsche ich den Oppositionsparteien etwas mehr Selbstreflektion was Zusammenarbeit betrifft – und die braucht es in einer solchen Krise! Einfach nur den Thron zu erobern ist ja nicht wirklich intelligent!

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§ 2 Antworten auf Nervtöter oder Vuvuzela?

  • Stefan sagt:

    „Ein paar Fehler auftreten“ Na, das nenne ich mal den Euphemismus des Monats. 🙂

    Meiner bescheiden Meinung nach kann man das, was die Politik in D. treibt, nicht mehr „Fehler machen“ nennen. Das ist Komplettversagen.

    Die Frau M. kann es offenbar nur, wenn sie eine Bande von rüpelhaften (Groß-) Koalitionären zur Hand hat, die ihr ständig provokante Ideen hinschmeißen, die sie dann in die Politik „einmoderieren“ kann. Aber von selber? Nichts.

    Wenn ich irgendeine Alternative, personell wie inhaltlich, sähe, wäre ich im Gegensatz zu Dir sofort für Neuwahlen.

    Aber so? Wen? Mit welchen Ideen? Schulterzuckend… Stefan

    PS. Wobei Du natürlich völlig recht hast, ein neuer Wahlgang hieße in der Tat wieder, dass Monate verloren gingen.

    • ankeberlin sagt:

      Euphemismus? Naja, sehen wir es doch mal sportlich (in WM-Zeiten), was Chancen und Risiken betrifft: Die jetzige Koalition hatte bisher nur einen Bruchteil der Zeit zur Verfügung, die die Beteiligten der großen Koalition zur Verfügung hatten, um Lagerhallen mit ‚gelben‘ und ‚roten‘ Karten zu füllen. Rein statistisch erschließt sich mir der Ruf nach Neuwahlen nicht, schon gar nicht aus Reihen einer Partei, die inzwischen latent vor sich hin ypsilantiert. Und bei den Christdemokraten scheint das ‚Demokratische‘ im Verständnis der Partei auch immer mehr in den Hintergrund zu treten? Letztendlich ist es schade, daß sich die Christlich Sozialen mit den Freien Demokraten nicht verständigen, um dem Parteien- und Personenkult mal ein Ende zu bereiten, im Sinne nachhaltiger Politik.

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