Wies’n

30. September 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Es ist Wies’n – Zeit und klar gibt’s da bei mir, egal wo ich bin, mindestens einmal was Zünftiges. Heut is a Schweinsbroatn gwesn‘

Gestern bekam ich, bei meinen Wanderungen unter dem Alexanderplatz, eine Berliner Zeitung geschenkt und heute kam ich dazu, sie zu lesen. Auf ‚Seite 3‘ hoats mi bald umghaut. D’Pfoarra ausm Glockenboachviertel! Dem Viertel, wo i herkumm … 🙂

Wie jedes Jahr verkauft er seine Mass auf der Wies’n und hat wie immer ansonsten auch noch jede Menge ungewöhnliche Ideen. Bei ihm ist jeden Sonntag die Kirche voll und es treten sogar noch welche ein.

Und selbstverständlich stellen sich bei mir sofort alle möglichen Erinnerungen an meine Kindheit ein. Es war Anfang der 60iger Jahre, als wir reihenweise unsere Mutproben bestanden. Eine ganz besondere war, mit Stöcklschuhen und Pelzmantel der Mütter (man stelle sich das vor, bei 6 bis 7jährigen) die Auenstrasse  bis zur Kirche zu laufen, in die Kirche hinein, das Krippenlicht anzuschalten, um dann ohne (!) Spende den Heimweg anzutreten. In den Stöckelschuhen hatte manch‘ einer noch Platz für ein zweites Paar Füsse 😉

Und zur Wies’n-Zeit schlachteten wir unsere Sparschweine, um die Hälfte des Geldes – vorsichtshalber – bei der Kapuzinerbrücke zu vergraben. Selbstedukativ nennt man das. Leider funktionierte das Wiederfinden nicht immer und somit müssen dort heute noch regelrechte Schätze liegen. Am Mühli (Kino) haben wir gesessen und für 5 DM Brausewürfel gegessen – ein Wunder, daß wir heute noch leben, krank waren wir auf jeden Fall tagelang

Usw. usw. … das war wirklich eine tolle Zeit – damals im Glockenbachviertel 🙂

Ich hoffe, der Link funktioniert, ansonsten kann man auch direkt über die Homepage der Gemeinde erfahren, was der heutige Herr Pfarrer alles so initiiert und anstellt. Der damalige Pfarrer war ein ganz ein strenger, von dem hat man sich nicht erwischen lassen dürfen … das Beichten hat immer ganz schön lang gedauert   😉

Auf jeden Fall hat’s mich riesig gefreut, hier in Berlin mal wieder etwas von meiner alter Gemeinde zu erfahren. Do woas ma hoit glei wieda wo ma herkimmt 🙂

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