Chaos?

8. Dezember 2010 § Hinterlasse einen Kommentar

Was macht man eigentlich, wenn der Terminkalender von jetzt auf gleich total entschleunigt wird? Also ich hatte gleich tausend und eine Idee: einen Roman oder die längst fällige Biographie schreiben; lesen, lesen; öfter eine Movietime einlegen, in alten Kochbüchern schmökern, uralte und überfällige Emails beantworten, Mexiko-Fotos sortieren, sich am Tel mal länger Zeit für alte Freunde nehmen, und natürlich endlich mal in aller Ruhe malen, malen, malen … Zugegeben stand Weihnachtskarten schreiben nicht auf meinem Programm 😉

Aber!? Ich komme ja zu nix. Ein Arztbesuch und anschließend ein bisschen Einkauf erledigen und schon bin ich für den Rest des Tages platt, schließlich hat ein solcher Ausflug akrobatisches Ambiente. Ich wohne ja nicht mehr im milden Süden, sondern im sibirischen Berlin und da braucht man schon einen Artisten-Ausbildung um die Krücken über Eis und Schnee zu bewegen. Auch Spikes helfen da nicht (vielen Dank für die einfallsreichen Tipps und Anleitungen zur Krücken-Präparation). Die S-Bahn brauchte ich ‚Gott sei Dank‘ nicht, da hätte ich mir die Krücken in den Bauch gestanden. Feind der Krücke sind nicht Eis oder Schnee, nein es ist das Tauwasser, welches auf glatten Böden im Innenbereich lauter kleine Seen produziert und viele gesunde Beine gefährdet, nicht nur das eigene verbliebene. Orthopäden sollten ihren Eingangsbereich so gestalten, daß ein steuerbarer Powerslide gelingt … 😉

Nachdem ich meine 65 Treppenstufen gestemmt hatte, wurde bei adventlichem Kerzenlicht der Energiehaushalt reguliert mit 1/2 Tafel Schokolade und 2 Tassen Kaffee. Dann war ich wieder so fit, daß ich über den Eintritt in einen Ruderverein nachdachte, natürlich erst wenn das Bein wieder ‚ganz‘ ist. Armtechnisch dürfte ich nächsten Sommer bestens präpariert sein. Wo findet die nächste Sommer-Olympiade statt?

Schön, daß der Ehemann eine ‚gute Fee‘ engagiert hat, so kann man sich im Bad auch wieder wohlfühlen 🙂 Gläser, Tassen und Becher werden momentan einmal am Abend eingesammelt – nicht von mir, ich bin mit meinen liebsten Feinden beschäftigt: den Krücken! Bin dabei ein ambivalentes Verhältnis zu ihnen zu entwickeln, ohne sie käme ich nicht vom Fleck und mit ihnen bin ich ständig unfallgefährdet und wenn sie umfallen, dann immer (!) auf meine Füsse …

Aaaaber es geht mir trotzdem gut!  Übermorgen kommt Verstärkung und dann gibt es Weihnachtsmarkt in meinem Berliner Zimmer … freu‘ mich schon 🙂 Und Chaos? Nunja, das gibt es schon, aber das gibt’s ja auch im positiven Sinne … und dazu höre ich gerne die Musik einer Künstlerin aus Moabit:

Graziella Schazad

Chaos? Nein – ist doch alles in Ordnung! 🙂

 

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