Denn sie wissen nicht was sie tun

22. März 2011 § 3 Kommentare

Man kommt momentan aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, wenn man die Aktionen, Reaktionen und Handlungsweisen der deutschen Regierung betrachtet. Selbst in einem zerstörten Ameisenhaufen geht es geordneter zu. Der Schutz des westlichen Bündnisses hat den Deutschen bisher ganz gut getan, schließlich knabbern die Menschen im Land immer noch an den Nachwehen der Weltkriege, der Naziherrschaft und der Wiedervereinigung. Aus reiner Wahlkampfmotivation gewachsene Freundschaften zu gefährden, ist nicht nur moralisch ein sonderbarer Weg, er ist politisch unverzeihlich. Eine Zustimmung im UN-Sicherheitsrat hätte nicht automatisch eine militärische Beteiligung erfordert. Indirekte Hilfen in Aussicht zu stellen ist nicht mehr als ein schlechter Schmarrn!

Und ganz offensichtlich merkt diese Regierungschefin gar nicht mehr, wie peinlich ihr Auftreten wirkt? In Deutschland ständig von Argumenten sprechen, aber selbst keine haben. In weinrot lässt sie sich in Paris empfangen, scherzt humorvoll in die Runde und ergreift schon wieder das Wort … Sie sind nicht gefragt, Frau Merkel! Haben Sie das noch nicht gemerkt?

Sie haben weder Frieden gestiftet, noch einen Krieg verhindert, indem Sie Ihren eigenen Sessel aus der Gefahrenzone rücken. Im Gegenteil: Opportunismus kann mehr als aggressiv sein.

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§ 3 Antworten auf Denn sie wissen nicht was sie tun

  • mayarosa sagt:

    Liebe Anke,
    der Kölner Stadtanzeiger hat Angies Strategie letztens in einer Überschrift auf den Punkt gebracht: „Im Prinzip ist Merkel dafür, aber konkret dagegen.“
    In Bezug auf das Verhalten im UN-Sicherheitsrat und gegenüber Libyen allgmein denke ich an zwei Dinge, die vielleicht eine nicht unerhebliche Rolle gespielt haben:
    1. Deutschland ist – wenn ich mir das Ranking richtig gemerkt habe – der drittgrößte Waffenexporteur weltweit.
    2. Es stehen Wahlen an. Und Schröder hat damals mit seiner Positionierung gegen den Irakkrieg die Wahl gewonnen.
    LG mayarosa

    • ankeberlin sagt:

      Schau mal in der Süddeutschen Zeitung von heute, was der Bundeswirtschaftsminister zu Protokoll gegeben haben soll: “ …, dass angesichts der bevorstehenden Landtagswahlen Druck auf der Politik laste und die Entscheidungen daher nicht immer rational seien.“

      Wir ‚kleinen‘ Bürgerlein müssen diese ‚Rationalität‘ nicht nur aushalten, wir dürfen sie auch noch bezahlen – aber wir dürfen auch wählen, wir sollten es sogar. Nicht nur die Entscheidungen bezüglich des AKW-Moratoriums sind offensichtlich von fehlender Rationalität geprägt. Im Duft der großen weiten Welt pflegt jeder seinen Kleingarten – parteiübergreifend …

  • mayarosa sagt:

    Hab’s heute morgen im Radio gehört. Wollte dazu noch was posten.

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