Royaler Stau

30. März 2011 § 3 Kommentare

Die Sonne lachte vom Himmel und so ganz langsam weichen auch die sibirischen Temperaturen, ich genieße meine wiedererlangten Fortbewegungsmöglichkeiten. 🙂 Wie hier beschrieben, muss man in Berlin-Mitte seit einiger Zeit größere Umwege nehmen, um Ziele zu erreichen. Die Dorotheenstrasse ist ein Nadelöhr, selbst für Fahrräder, dann also doch lieber durch das Brandenburger Tor. Man muss zwar immer aufpassen, daß man nicht unter ein Pferdefuhrwerk kommt oder mit einem Feuerschlucker zusammenstösst, aber meistens geht’s ganz gut.

Nicht so gestern: Kaum hatte ich das berühmte Tor unfallfrei durchfahren, bereitete sich vor mir ein heilloses Durcheinander aus. Jede Menge Polizei, Segway-Fahrer, Pferdekutschen, Staatskarossen, Rikschas, Feuerschlucker, Jongleure und Menschen, Menschen, Menschen. Oh nee, was ist denn hier wieder los? Irgendwie schlage ich mich durch die ‚Frontlinie‘, lasse kopfschüttelnde Polizisten und konfusionierte Sicherheitsleute hinter mir, war froh als ich wieder mehr als einen Meter Strasse vor mir sah. Netterweise war auch noch ein Teil von ‚Unter den Linden‘ gesperrt, so konnte ich wenigstens wieder entspannt in die Pedale treten.

„Der König von Belgien mit ’seiner‘ Paola ist da“, erklärt mir die Frau, die gerade leere Bio-Dornfelder-Flaschen entsorgt, als ein Taxi mit der Aufschrift ‚Regieren in der Waschmaschine‘ an uns vorbeifährt.

Berlin, ich bin urlaubsreif! Seufz!

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§ 3 Antworten auf Royaler Stau

  • mayarosa sagt:

    „Man muss zwar immer aufpassen, daß man nicht unter ein Pferdefuhrwerk kommt oder mit einem Feuerschlucker zusammenstösst, aber meistens geht’s ganz gut.“ Lach! Herrlich. Ich habe das Bild vor meinem geistigen Auge. Apropos Berliner Fortbewegungshindernisse: On the top of the stories ist für mich die Geschichte einer Berliner Freundin, die wegen S-Bahnen in Wartung und diversen Demos in der Hauptstadt Schwierigkeiten hatte, mit dem Kindergeburtstag vom Zoo zurück nach Prenzlberg zu kommen. Am Ende mussten sie ungeplant am Alex aus dem Bus aussteigen und weil dem Kindergeburtstag gerade der autonome Block entgegen kam, sagte sie nur zu den Kindern: Und jetzt rennt zu U-Bahn …
    Wünsche dir einen wunderschönen staufreien Frühlingstag.

    • ankeberlin sagt:

      Der ganz normale Wahnsinn halt. Berliner Kinder machen schon was mit … 😉

      • mayarosa sagt:

        Ich kann das gar nicht so wiedergeben. Als mir meine Freundin die Ereignisse taufrisch am Telefon erzählte, hab‘ ich mich weggeschmissen vor lachen. Ich hoffe, sie hat die Geschichte für die Nachwelt mit all ihren Absurditäten und in ihrer ganzen Ausführlichkeit aufgeschrieben.

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