Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Flug

8. November 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

… flötet es perfekt komponiert durch den Lautsprecher! Wir sind schon mehr als eine dreiviertel Stunde zu spät unterwegs, man weiß auch hinter den Kulissen, dass wir garantiert so spät in Frankfurt/M ankommen werden, dass kaum einer seinen Anschlussflug erwischt. Aber erstmal relaxen wir im Lusthansa-Ambiente 😉 Ich bezahle mein Ticket selbst, deshalb liege ich nicht im Lazarett der First- bzw. Business-Class. Vorausschauend habe ich meinen Sitz umgebucht, so daß die Lehne dieses Mal tatsächlich verstellbar war – Whow! Auch das obligatorische Rindergulasch habe ich abgewählt, was sich als Highlight herausstellte. Im Bordmagazin bestaune ich den Luxus, den die Airline mir offeriert: Internet und Entertainment wie im Schlaraffenland! Hey, hey – da geht ja die Post ab! Die Realität lässt einen (!) Bildschirm über der Kombüse heraus und selbst wenn man den Kopfhörer verpackt lässt, nervt einen der Movie-Junk, der einem den Schlaf verblinkert. Aber hier kommen aufgespritzte Hollywood-Lippen noch echt zum Einsatz, und irgendwo müssen die ja auch ihr Geld verdienen.

Frankfurt/M – Airport! Endlich! Alles lechzt nach frischer Luft und weiß ganz genau, daß diese in weiter Ferne liegt. Special Service: Passkontrolle direkt vor dem Flugzeugausgang, im Flugzeug bricht fasst eine Revolte aus, der Countdown läuft weil der Anschlussflieger bereits ‚Gate closed‘ meldet. Aber! Das Bordkarten umschreiben läuft wie am Schnürchen. Ab jetzt heißt es: Rennen! Wer gewinnt den Sprint und Hindernislauf bis an das Ende vom Terminal A? Frankfurt/M-Airport ist schlau, hat Laufbänder installiert, denn die kleinen Gepäckkärrelchen sind offensichtlich Mangelware. Es gibt zwar etliche Stationen, aber keine Kärrelchen.

Hürde 1: Nochmal Passkontrolle! Hä? Ich war keine 5 Wochen weg – liegt Berlin jetzt nicht mehr in der BRD bzw. in der EU? Hürde 2: Sicherheit – noch mal den ganzen Kram aus- und wieder einpacken. Den Gürtel bereits im Handgepäck, die Jeans rutscht – egal: Augen zu und durch! Jetzt weiß ich, warum der ‚Business-Patient‘ in der bequemen Hose mit den drei Streifen reist!

Dehydriert vom 11-Stunden-Flug, halb verdurstet, plumpse ich erschöpft auf den hinterletzten Sitz, den Luxushansa für mich ausgesucht hat, damit ich heute noch nach Berlin komme. Ich bestelle 1 starken, oder 2 Kaffee und ein Wasser – bekomme 2 Kaffee und ein Wasser, dieses aber ‚mit Sprudel‘ – und: die dreieckigen Schokoladengipfel. Mein Herz lacht und ich komme wieder zum Denken 🙂  Warum haben jetzt die First- und Business-Patienten den Flieger geentert, obwohl sie gar nicht aufgerufen waren? Klar! Man muss doch noch telefonieren! Dass sie damit das ganze Boarding behindern ist ihnen einfach wurscht!

Mir ist auch schon alles egal, Hauptsache es geht noch irgendwie vorwärts. Die lächerliche Luxusverspätung, begleitet vom flötenden Sopran: “ Wir hoffen, wir haben Ihnen keine Unannehmlichkeiten bereitet?!“ katapultiert mich direkt in die Rush-hour Berlins. Der Stau am Taxi-Port sieht nach drei Stunden aus … oh no! Bus! Das ist die Idee! Vorteil: Mein persönlicher Jetlag steht auf vormittags! 🙂 In Tegel gibt es Gepäck-Kärrelchen, also wird eines geentert und ab zum TXL.  Noch einmal umsteigen und ich erreiche in sensationeller Zeit meine Destination! Ha! 🙂

Back in Berlin! 😉

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