Belle Vue für den Präsidenten

7. Januar 2012 § Ein Kommentar

In der Tat hatte der deutsche Bundespräsident heute einen interessanten Ausblick, falls er zugegen war im Schloss? Ob er ihn schön fand? Bei grausigem, nasskalten Wetter fanden sich in der Tat jede Menge Demonstanten vor dem Dienstsitz des Bundespräsidenten ein – ich war überrascht. Nicht auszudenken, wie das bei sonnigem Spazierwetter ausgesehen hätte. Ich war ca. eine Stunde dort und in dieser Zeit waren alle Versammelten recht friedlich, wenn man ihnen auch ihr emotionales Engagement ansah.

Was bringt die Menschen derartig auf die Palme bzw. an den Schuh, der symbolisch gegen das Schloss gehalten wurde? Eine Zustimmung zu unseren politischen Verhältnissen kann es kaum sein? Große Brötchen hat dieser Bundespräsident schon immer gerne gegessen und sie sogar nach Berlin transportieren lassen, zum Ärger der ansässigen Bäcker. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen hatte auch kein Problem damit, den Applaus für Gauck vor der Großbildleinwand am Reichstagsgebäude, dem im 3. Wahlgang endlich gekürten Bundespräsidenten, der dann ‚Wulff‘ hieß, zu widmen.

Und nun türmen sich Affären und Affärchen rund um einen Menschen, der das Amt des Bundespräsidenten ausfüllen sollte, es aber offensichtlich nicht schafft. Die Bürger haben andere Vorstellungen davon, als er selbst. Er ist sich keiner Schuld bewußt, vielleicht sogar verwundert darüber, dass keiner seine Mühen anerkennt? Der Schwiegermutter-Liebling ist in Ungnade gefallen und ringt verzweifelt um Verständnis? Der ‚gute Junge‘ wollte doch nur Glamour in die triste Welt der vergrauten Deutschen bringen, und nun versteht ihn niemand?

Die Regierung ‚Merkel‘ ist das gegenteilige Desaster der Regierung ‚Schröder‘ und in das Loch dazwischen fällt gerade das Amt des Bundespräsidenten, denn der Amtsinhaber äußert sich theatralisch langweilig wie Merkel, und lebt glitzernden Feudalismus wie Schröder.  Nirgends passt irgendwas zum politischen Programm, alles passt irgendwo zu Polit-Laffen, die sich darüber in Posten und Pöstchen hiefen. Berufspolitiker scheint der attraktivste Job in deutschen Landen zu sein, denn dann hat man ausgesorgt. Die Orientierung an der Realwirtschaft ist vollkommen verloren gegangen.

Der Bauer, der die Kuh melkt ist ein verwalteter Depp, genauso wie der Arbeiter in der Fabrik, der daraus Butter macht. Und der Verbraucher, der die Butter kauft – nicht ohne dafür Steuern zu zahlen – ist der nächste verwaltete Depp. Die das alles verwalten, halten sich selbst nicht für Deppen, sondern für besonders und deswegen essen sie Austern und trinken Champagner, denn das ist europäisch und somit schätzt man sich international einflussreich …???

Wer mit vermeintlich großen Hunden pinkeln will, sollte sich den richtigen Ort aussuchen und vielleicht Vorlieb mit lokaler Vereinsmeierei nehmen, sich aber nicht in Berlin tummeln wollen …

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