Euro-D-Day in Berlin

30. Juni 2012 § Ein Kommentar

Ausgerechnet am sog. Euro-D-Day machen wir uns auf den Weg nach Kreuzberg, zum Bergmannstrassenfest, um der netten Einladung einer Jazz-Radio-Moderatorin zu folgen. Am Reichstagsgebäude legten wir die erste ungeplante Pause ein. Was braute sich da denn zusammen? Wir waren neugierig

Wir solidarisierten uns ein Weilchen, mussten dann aber weiter. Schade, denn es sprachen doch einige Bundestagsabgeordnete, deren Meinung gesprochen außerhalb des Plenarsaals, sicherlich interessant gewesen wäre. Leider berichtet die deutsche Presse – mal wieder – mager über diesen Event?

Das Bergmannstrassenfest wurde seinem Ruf mal wieder gerecht. 🙂 Viele Bühnen, viel gute Musik und interessante Verkaufsstände mit einem Flair rund um die Welt. Der Sommer ist inzwischen auch eingetroffen in Berlin, allerdings gleich kräftig. Bei drückender Schwüle machten wir uns auf den Rückweg, denn irgendwo am nördlichen Himmel zogen mächtige Gewitter auf. Wir traten kräftig die Pedale, um wenigstens noch den rettenden Biergarten zu erreichen, und siehe da:

Die Demo vor dem Reichstagsgebäude hatte sich aufgelöst, dafür ‚verstopften‘ gefühlte 250 Edelkarossen in schwarz und braun, hochglanzpoliert die Gegend zwischen Reichstagsgebäude, Kanzleramt und Abgeordnetenhaus. Die politische Fahrbereitschaft hatte offensichtlich Dienst bis zum letzten Mann? Parlamentarische Sommerpause steht an, natürlich wollten die schwer arbeitenden Abgeordneten nachhause. Stattdessen mussten sie noch abstimmen. Den Bundesrat hat es noch schlimmer getroffen, der war danach dran – deshalb flanierte uns wohl, ohne Hast und Eile, Herr Beck am Potsdamer Platz entgegen? Heute lese ich, dass etliche trotz Mega-Auflauf an Limousinen, ihre Flugzeuge verpasst haben. Das war schon ein eindrucksvoller Anblick – sah ein bisschen aus, wie die Halde einer KFZ-Fabrik im Schwäbischen. Mich wundert es auch nicht mehr, dass der schwäbische Luxusautobauer letztes Jahr in Berlin die höchste Zulassungszahl hatte. Mich wundert nur, dass der allgemeine Strassenverkehr hier eher von Schrottkisten dominiert wird.

Wir erreichten den Biergarten rechtzeitig und beim Zusammenrücken unter den Schirmen, als dann der Regen auf uns nieder prasselte, konnte ich feststellen, dass das ‚Theater‘ im Regierungsviertel auch andere faszinierte – nicht unbedingt positiv, soviel kann erwähnt werden.

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