Wenn die Sonne in den Pfützen scheint …

12. März 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Kurzärmelig, ohne die obligatorischen Plastikvorhänge, die sie hier so lieben in den Restaurants, genossen wir ein hervorragendes Frühstück. 🙂

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Bildung

15. November 2011 § Ein Kommentar

Ich parkte heute meinen Drahtesel direkt vor einem ‚Bistro …‘ – darunter stand: ‚Wir haben noch deutsche Küche‘ und davor stand eine Tafel mit den angebotenen Gerichten

  • Lasagne
  • Chilli con Carne
  • Reisgericht ‚Asia Art‘
 
Aha
Zigtausend Schulversuche, oder was dabei herauskommt …

Abschiedsreise

14. November 2011 § 2 Kommentare

Im Juni sind wir noch durch Berlin geradelt und über die Spree geschippert und nun? Knall auf Fall sagt einer der besten Freunde ‚Ade‘ und kommt nie mehr wieder. Das macht mehr als traurig …

Und so traten wir die Reise an, in den wunderschönen Nordschwarzwald

Was für ein Plätzchen hat er sich ausgesucht und was für ein Wetter hat er uns allen – die meisten weit angereist – beschert?! Bei aller Trauer befällt einen ein leichtes Schmunzeln. Ja, so war er! Immer dieses positive Lächeln im Gesicht, den Schalk im Nacken – so hat er auch die schwierigsten Hürden genommen, viel ertragen, immer sein Gegenüber eingeladen, das Schöne und Angenehme des irdischen Daseins zu genießen.

Wir hatten Quartier in Stuggi-Town und haben wie selbstverständlich ‚die‘ Kneipe aufgesucht, in der wir viele Feste und supergute Parties zusammen gefeiert haben – und siehe da, der Wirt – auch inzwischen ein Freund hat – hat mal wieder musikalisch sein Bestes gegeben. Prominente Künstler aus ‚der anderen Sparte‘ waren auch an Bord und in bester Stimmung – so hätte es ihm gefallen 🙂

‚Dieser Freund will, dass dass wir nicht weinend durch die Gegend laufen‘ – dieser Gedanke zwängt sich uns auf, denn ausgerechnet an diesem Wochenende ist auch noch ein gemeinsames Highlight am Start: die ‚kulinart – die Messe für Genuss und Stil‘. Wir denken an das Champagner-Frühstück vor 30 Jahren im ’neuen‘ Altbau in der Schweiz, an die brüchige Seidentapete im Esszimmer und die Antik-Bibliothek im Salon; an die Mega-Linde im Hof, deren Blüten uns 3 Tage beschäftigten, an die gemeinsame Zeit in Rhein-Main, die Hochzeit auf dem Schloss im Taunus, die gemeinsame Zeit in Stuttgart undundund …

Natürlich gehen wir zur kulinart! Schon der Parkplatz im Römerkastell beeindruckt mal wieder mit seiner exklusiven Beleuchtung

Die Autos stehen, wie im Wohnzimmer: sanft beleuchtet! 🙂 Und als hätten wir noch nicht genug erlebt an diesem Tag kommt gleich noch ein nächstes Highlight auf uns zu. Erna & Co ist da! Ich bin satt bis oben hin, weil der Freund uns schon einen kulinarischen Abschied beschert hat, indem er uns in sein irdisches Lieblingslokal eingeladen hat, und jetzt muss (!!) ich auch noch mindestens eine Maultasche essen. Wer kommt in Stuttgart noch an Erna & Co vorbei? Also, vor dem Messebesuch wird die Maultasche probiert und danach die Linsen mit Spätzle und Saiten. Das ging nur, weil wir uns auf der Messe mit Probieren mehr als zurückgehalten haben. Was uns erstaunt hat war, dass bei allen Spezereien – vom Champagner, über Genuss-Schinken und – Salamis, Käse, Pralinen, Nüssen bis hin zu Trüffelbutter und – käse, uns ständig Messepersonal mit Maultaschen-Tellern überholte. Aber es ist ja auch kein Wunder, die Dinger sind so ’saugut‘ – und die Linsen & Co stehen dem in nichts nach. Unglaublich! So einen ‚Imbiss‘ habe ich noch nicht erlebt! Ich möchte bitte einen Ableger in Berlin! 😉 🙂

Ein schwäbischer Bäcker in Berlin-Prenzlauer Berg hat seine Werbe-Brezel zwar falsch herum aufgehängt, dafür bäckt der portugiesische Bäcker in Mexico City ziemlich gute und die Bratwurst in Singapore China Town ist besser als so manche hierzulande – soweit meine internationale Erfahrung. Es sollte doch möglich sein, eine Erna & Co – Maultasche ohne Qualitätsverlust nach Berlin zu bekommen? 😉

Von der kulinart weiter zum Schlossplatz, die Eisbahn ist in Betrieb, die Glühweinstände auch, aber für mich musste es noch eine ‚Rote‘ sein – die gibt’s hier in Berlin auch nicht … 😉 Markthalle  und Rathausplatz  (Nein! Bahnhofruine und Bahnhofstress haben wir diesmal nicht besichtigt), danach wurde es auch im milden Stuttgart knuffig kalt. Tja, und wie das so ist wenn mehrere Leute unterwegs sind und darunter Raucher sind, dann sucht man ein Lokal, welches alle zufrieden stellt. Nichtraucher sind nämlich nicht immer aggressiv … 😉 Und siehe da, auch hier hat Stuttgart den Menschen etwas zu bieten. Ein gemütliches Lokal, nicht heruntergekommen im letzten Eck, sondern um’s Eck und mittendrin. Beliebt wie mir scheint, denn die Bude war voll und wir haben uns alle sehr wohl gefühlt, bis in den späten Abend 🙂

Auf der Heimfahrt entdeckten wir die neu eröffnete Autobahn zwischen Schweinfurt und Erfurt und bei blendendem Sonnenschein genossen wir die Fahrt durch den Thüringer Wald. Dieses Wochenende war vollgestopft mit Sonne, Highlight’s und Qualität – dabei sind wir zu einer Beerdigung gefahren, einem Abschied – für immer, wie man so sagt …

Mir scheint, nicht wir haben einen Abschied beschert, sondern unser verstorbener Freund hat uns gelehrt, das Leben zu leben … und irgendwie schien es so, als hätte er das alles minutiös geplant …

So ist das Leben! – hat meine Oma immer gesagt. Und ja, das Leben geht weiter – in Deinem Sinne lieber M. 🙂

Koffer packen

5. November 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

… steht noch nicht an. Aber ich lese schon mal deutsche Nachrichten, damit ich mich auf die Flugrouten über dem Berliner Domizil einstellen kann. Herzlich gelacht habe ich heute über die Kolumne von Elena Senft im Tagesspiegel „Als ich zum Postamt wurde“, denn auch dieser unbezahlte Job erwartet mich wieder. Deutschland scheint ausschließlich mit Griechenland beschäftigt zu sein, während Berlin sich dem Alkohol, den Hunden und dem Dauerbrenner Bildung widmet. Die peinlichste Nachricht von heute ist ja wohl die Eröffnung des angeblich größten Hofbräuhauses am Alex und in Dortmund hat eine Putzfrau die 800 000 Euro – Installation von Martin Kippenberger einfach weggewischt.

Im Finanzministerium hat man sich mal eben kurz um über 55 Milliarden verrechnet bzw. verbucht und ein ehemaliger Finanzminister klagt eine Pension von ca. 14000 Euro ein – kann man sich das mit ehrlicher Arbeit verdienen?

Die Winterreifen sind montiert, ich kann also zurückkehren. Aber vorher gehe ich noch in das kleine Lokal, ein paar Strassen weiter, in dem es hervorragende Rancheros gibt. Junge Leute haben es neulich eröffnet und braten, wahrscheinlich ganz ohne Diplom und Doktortitel, hervorragende Spiegeleier. Ob sie die Salsa selbst machen, oder ob Oma oder Mama dabei behilflich sind, weiß ich nicht, auf jeden Fall ist es ein geniales Rezept und schmeckt nach Tradition, Erfahrung und Ehrlichkeit. Die Zutaten werden im Markt um die Ecke eingekauft und nicht in irgendeinem Convenience-Labor bestellt.

Gemüse

9. August 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Lebensqualität hängt für mich sehr stark mit dem Kulturereignis ‚Essen‘ zusammen. Das hat mir meine altbayrische, pinzgauerische, preussische, sorbische und friesische Sozialisation so mitgegeben. Den Rest habe ich mir dann in Baden, Hessen und Schwaben angelacht. Mit diesem Input kam ich nach Berlin …

Halleluja! – schon dass verstehen die Preussen nicht wirklich, die  lutherischen Protestanten können zumindest noch ein bisschen damit zurecht kommen, es sei denn sie sind calvinistisch geprägt.

Zieht ein Schweizer mit seiner österreichischen Frau nach Brandenburg und die beiden bauen sich einen Bauernhof, weil sie keine Lust mehr haben auf Schrott-Food. Ich find‘ das Klasse! Nun schreibt der Schweizer über sich und seine österreichische Initiativfrau und die Brandenburger und deren Schafe ein geniales Buch – und was passiert? Die revoltieren, weil sie die Touristen nicht mehr ertragen können …

Liebe Hirschfelder, seid bitte ein bisschen nachsichtig! Menschen wie  ich sind überglücklich, gute regionale Qualität einkaufen zu können. Und ohne Dieter Moor und sein Buch “ Was wir nicht haben, brauchen sie nicht – Geschichten aus der arschlochfreien Zone“ wäre ich wahrscheinlich an den Produkten der Brodowiner vorbeigelaufen. Schon lange vor der Lektüre dieses Buches habe ich mich gefragt, warum ein Land wie Brandenburg es überhaupt nötig hat, sich mit unterirdischer CO2-Speicherung zu befassen. Bitte nicht! So ein schönes Land! So was gibt’s in ganz Westdeutschland nicht, das darf nicht verseucht werden!

Die Bayern mit ihren ‚gottgesegneten‘ Landschaften haben es auch nicht einfach. In Altötting schlagen sie sich zur Zeit mit den Ausführungen eines Landeskindes herum, welches sich so offenbart:„Das Scheißleben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine Scheißjugend“ – von Andreas Altmann.

Ja, ja, die Preussen und die Bayern – irgendwo lieben sie sich und dann wieder hassen sie sich … die Gründe dieses Phänomen sind schon ziemlich uralt. Ich muss ‚Gott sei Dank‘ nicht ständig in Berlin leben, aber wenn ich hier bin, genieße ich den Qualitätszuwachs, der aus dieser so ziemlich unmöglichen, aber trotzdem stattfindenen Symbiose entsteht! Vielen Dank! 🙂

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